Intensivmessung/IFO

Wie wirksam ist Ihr KKS?

Prinzip und Kriterien für den Kathodischen Korrosionsschutz (DIN EN 12954)

Die Korrosionsgeschwindigkeit von metallischen Werkstoffen in Böden oder Wässern ist vom Potenzial E des Werkstoffes im umgebenden Medium abhängig. Im Allgemeinen nimmt die Korrosionsgeschwindigkeit mit einer Verschiebung des Potenzials zu negativeren Werten ab. Das Metall/ Elektrolyt-Potenzial, bei dem die Korrosionsgeschwindigkeit < 0,01 mm je Jahr beträgt, ist das Schutzpotenzial Ep. Dabei ist die Korrosionsgeschwindigkeit so niedrig, dass während der vorgesehenen Lebensdauer Korrosionsschäden verhindert werden können. Das Kriterium für den Kathodischen Korrosionsschutz lautet damit: E ≤ Ep.

Die Umsetzung dieser physikalisch begründeten Forderung bedeutet, dass das Schutzkriterium an jeder Umhüllungsfehlstelle des Schutzobjektes erfüllt sein und nachgewiesen werden muss.

Die Messverfahren zur Bestimmung des Metall/ElektrolytPotenzials werden in DIN EN 13509 beschrieben.

Umhüllungsschaden Wasserleitung Schaden an Wasserleitung
Georteter Umhüllungsschaden
IFO Intensive Fehlstellenortung Messung Kathodischer Korrosionsschutz
Messteam zum Einmessen von Umhüllungsfehlstellungen (IFO-Messung)

Intensivmesstechnik

Nach DIN EN 13509 können durch Intensivmesstechnik ermittelt werden:

  • Rohr/Boden-Potenziale
  • die dazugehörigen Potenzialgradienten

Dieses Verfahren identifiziert Umhüllungsfehlstellen und ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die Berechnung von IR-freien Potenzialen an diesen Fehlstellen.

Zielsetzung von Intensivmessungen ist:

  • Ortung von Umhüllungsfehlstellen und Umhüllungsrissen 
  • Ortung von Fehlstellen ohne ausreichenden Kathodischen Schutz 
  • Ortung von Fehlstellen, die eine unzulässige Beeinflussung hervorrufen können
  • Ermittlung des Rohr/Boden-Potenzials entlang der gesamten Rohrleitungstrasse bzw.an jeder Umhüllungsfehlstelle zur Feststellung der Wirksamkeit des Kathodischen Korrosionsschutzes.

Lokalisierung von Umhüllungsfehlstellen

In Abhängigkeit von den vorgefundenen Verhältnissen und der Höhe der ermittelten Spannungstrichter sind einzelne Spannungstrichterspitzen punktgenau zu lokalisieren und für eine Freilegung und Nachumhüllung zu vermaßen. Bei einer Rohrleitung mit hochwertiger Rohrumhüllung (PE), die im Allgemeinen keinen Spannungstrichter verursacht, sind Spannungstrichter in der Größenordnung von wenigen mV zu lokalisieren. Bei älteren Rohrleitungen, die einen Grundspannungstrichter von mehreren 10 mV verursachen, sind solche Fehlstellen genau zu orten, die einen Spannungstrichter verursachen, der deutlich über den Grundspannungstrichter hinausgeht.

Intensive Fehlstellenortung (IFO)

Bei PE-umhüllten Rohrleitungen liegt der Umhüllungswiderstand etwa um den Faktor 10² bis 10³ höher als bei bitumenumhüllten Rohrleitungen. In Absprache mit dem Auftraggeber werden die durch die IFO georteten Fehlstellen festgelegt, in der Örtlichkeit genau vermaßt und anschließend freigelegt.

Die in DIN EN 13509 empfohlene Intensivmessung für neuverlegte Rohrleitungen nach der Bodensetzung kann durch die IFO-Messung ersetzt werden, sofern Fehlstellen freigelegt oder der Schutz gezielt an den im Zuge der IFO ermittelten Fehlstellen durch eine Intensivmessung nachgewiesen wird.

Ortung von kleinsten Umhüllungsfehlstellen

Aufgetretene Korrosionsschaden an geschützten Rohrleitungen, z. B. durch Wechselstromkorrosion, sowie festgestellte mechanische Schäden, wie Beulen und Riefen, haben die Zweckmäßigkeit der IFO-Messung gezeigt.

Mit diesem Messverfahren können auch kleinste Fehlstellen ermittelt werden.

Vorschriften:

  • DIN EN 12954 (April 2001) "Kathodischer Korrosionsschutz von metallischen Anlagen in Boden und Wässern".
  • DIN EN 13509 (Sept. 2003) "Messverfahren für den Kathodischen Korrosionsschutz".

Mit der IFO bzw. der IM können:

  • Umhüllungsfehlstellen geortet und damit Gewährleistungsansprüche dem Rohrverleger gegenüber gestellt werden.
  • Die Wirksamkeit des KKS nachgewiesen werden.
  • Entscheidungshilfen für den Austausch von Rohrleitungen, z. B. vor Sanierung von Straßenoberflächen gegeben werden.
  • Beschädigungen bei Tiefbaumaßnahmen durch Dritte (z. B. Kanalbau) nachgewiesen werden.

Was ist kathodischer Korrosionsschutz?

Wir erklären Ihnen kurz und bündig den kathodischen Korrosionsschutz (KKS)... mehr

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